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Geschichte der Kinesiologie

Wie schon auf der Homepage im Reiter „Über Kinesiologie“ erwähnt, hat diese ihren Ursprung in den 1960er Jahren. Der amerikanische Chiropraktiker Dr. George Goodheart entdeckte ein bemerkenswertes Phänomen, denn bei Verspannungen und Beschwerden ist nicht ein verkrampfter Muskel die Ursache, sondern sein schwacher Gegenspieler. Zur Behebung der Dysbalance muss zuerst der schwache Muskel gestärkt werden, bevor der überspannte Muskel gelockert wird.

Im Rahmen von Experimenten entdeckte Dr. Goodheart einige Methoden, um Muskeln, die beim Muskeltest eine Schwäche zeigen, zu stärken. Neurolymphatische und neurovaskuläre Punkte sind bestimmte Reflexpunkte, die in der Lage sind nach Stimulation Muskeln an ganz anderen Körperstellen zu beeinflussen. Weiters stellte Goodheart auch die Zusammenhänge zwischen den Meridianen und der Funktionsweise bestimmter Muskeln, die je nach Befinden des Patienten im Muskeltest schwach oder stark reagieren, fest. Die Meridianlehre stammt aus der traditionell chinesischen Medizin (TCM) und besagt, dass die Lebensenergie (Qi) entlang der Meridiane fließt, diese sind auch einem oder mehreren Organen zugeordnet. Ist der Energiefluss im Körper blockiert, kommt es zu einem Ungleichgewicht und man spricht von Unter- und Überenergie. Auch das Akupunktursystem aus der TCM konnte Goodheart in Verbindung zu den Muskeln bringen und somit wurde die Basis für die Kinesiologie gelegt.


In den 1970er Jahren veröffentlichte Dr. John F. Thie das Touch For Health (TFH) Standardwerk. „Das erste TFH-Buch und das entsprechende Ausbildungsprogramm waren mein Angebot, ein paar einfache Hilfsmittel und Abläufe bereitzustellen, die jeder von uns anwenden kann, um bei der Fürsorge für sich selbst wieder mitwirken zu können.“ so John F. Thie im Buch. Dieses Standardwerk umfasst die Basis der Kinesiologie – alle 42 Muskeltests, ihre Meridianzuordnung, die neurovaskulären sowie lymphatischen Reflexpunkte und Balancetechniken – also alles, was man braucht, um das System wieder in Balance zu bringen.

Aufbauend auf Touch For Health haben sich viele weiter kinesiologische Methoden entwickelt, schön zu sehen in der grafischen Darstellung:

In den kommenden Blogbeiträgen werde ich ein paar der Methoden, vor allem die ich selber lernen durfte, vorstellen.

In diesem Sinne – bleib mutig stark in Balance

 

Quellen: https://www.etouchforhealth.com/community/tfhtree/images/tfh_tree.jpg

Grüber, Isa (1998). Praxisbuch Kinesiologie (Kursbuch Jubiläums-Edition). Südwest-Verlag

Da Silva, Kim & Rydl, Do-Ri (2000). Kinesiologie. Droemer Knaur

Thie, John F. (2011). Touch For Health: Das umfassende Standardwerk für die Praxis. (3. Auflage). Vak-Verlag

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