top of page

Was ist die letzten drei Jahre passiert? Und was hat das mit dem Pia Land zu tun?

  • Autorenbild: Pia
    Pia
  • vor 5 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Ok, dass ich fast 3 Jahre brauche, um hier von mir mal wieder etwas zu schreiben, hätte ich mir auch nicht gedacht – aber gut, dafür gibt’s jetzt für euch Updates inkl. meiner Erkenntnisse aus dieser Zeit und die Vorstellung vom Pia Land😉


Was ist so seit März 2023 bis jetzt passiert:

-          ich habe die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin abgeschlossen 👩‍🎓

-          ich hatte eine Krise 😵‍💫

-          ich habe zweimal den Job gewechselt 😅

-          ich wurde Tante 🩷

-          ich habe einen Podcast gestartet 🎙️

-          ich habe die Ausbildung zur Aufstellungsleiterin nach SySt® abgeschlossen 📜


Bis auf das Tante werden, alles doch sehr aktive Dinge 😉



Der größte Brocken war mit Sicherheit die Ausbildung zur LSB = Lebens- und Sozialberaterin. Meine Motivation für diese intensive 2,5-jährige Ausbildung war mir mehr Wissen anzueignen, um meine Klient*innen noch besser bei ihren Anliegen unterstützen zu können. Wenn ich ehrlich bin, habe ich das ganze aber total unterschätzt. Es waren viele, viele Stunden an Seminaren, meistens Freitag, Samstag und manchmal auch Sonntag, die nicht nur meine Zeit, sondern auch ordentlich viel meiner Energie in Anspruch genommen haben. Am meisten habe ich in dieser Zeit über mich selbst gelernt – angefangen über mein bisheriges Leben, mein „erwachsen“ werden, warum ich so bin wie ich bin, wie ich eigentlich sein will und was mich daran hindert. Also Erkenntnisse über Erkenntnisse, die viele Tränen, Fragen, Wünsche, unerfüllte Bedürfnisse sowie eine große Portion Glaube und Hoffnung sichtbar gemacht haben.


Auch für meine Selbstständigkeit konnte ich mir einiges mitnehmen – besonders, dass ich nicht allen helfen kann - vor allem nicht denjenigen, die sich nicht helfen lassen wollen. Und um gut zu beraten, braucht es die richtige Haltung und auch eine ordentliche Portion Mut die Dinge, die man spürt und vermutet, an- und auszusprechen.


Durch die Ausbildung kam ich auch zu meinem Praktikum bei Jung und Alt. Ein Verein in Wien, der Besuchsdienste von Freiwilligen bei Menschen zu Hause oder in Altersheimen organisiert. Dadurch kam ich in Kontakt mit einem älteren Herrn, der im Altersheim war und dort ohne Familie oder Bekannte vor sich hin lebte. Es war eine so enorm erfahrungsreiche Zeit, in der ich wieder viel über mich lernen konnte, vor allem in Bezug auf das Thema Alter bzw. Altern, Einsamkeit und Tod, denn leider war die Zeit mit meinem alten Mann (wie ich ihn immer liebevoll nannte, wenn ich über ihn erzählte) kürzer als gedacht. Ich konnte ihn kurz vor seinem Tod noch ein letztes Mal besuchen und diese letzte Begegnung hat mich stark geprägt. Denn was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, wie sehr mich das alles berühren und bewegen würde. Ich kam dadurch in eine Krise und konnte nicht weiterhin stark sein oder wollte es auch nicht mehr. Dazu habe ich auch eine ganze Podcast-Folge aufgenommen, die kannst du hier nachhören.


Apropos Podcast – auch das habe ich in 2025 gestartet. Pia‘s Perspektivenwechsel: Mutig die Welt aus neuen Blickwinkeln betrachten. Einige Folgen gibt es schon auf allen bekannten Plattformen. Die letzten Monate ist das wieder etwas eingeschlafen, aber ich bin schon dabei neue Folgen zu planen. Würde mich freuen, wenn du hineinhörst!


Warum vor allem in den letzten Monaten nichts mehr Neues zum Podcast kam – ich habe mal wieder Job gewechselt. Das zweite Mal nun innerhalb der letzten 3 Jahre. Warum? Weil sich meine Bedürfnisse geändert haben – passiert auch ab und zu 😄

Der erste Jobwechsel war im Herbst 2023 – da ging es vom Labor in den Sozialbereich. Zu diesem Wechsel bewegte mich vor allem die Möglichkeit Einblick zu bekommen in einen Bereich, den ich bisher so nicht kannte. Und im Oktober 2025 ging es dann wieder retour ins Labor, aber mit einer ganz anderen Sicht auf viele Dinge und irgendwie mehr Gelassenheit, was die Thematik Arbeit betrifft.


Was in dieser ganzen Zeit aber konstant blieb: meine Selbstständigkeit, die mich noch immer erfüllt, fordert und fördert 😊

Und weil ich es zu schade finden würde, wenn mein „Pia Land“ in der Schublade verstaubt, möchte ich das auch noch mit euch teilen.

Am Ende der LSB-Ausbildung war ein Teil der Prüfung eine Selbstpräsentation, vor allem welche Erkenntnisse wir in den 2,5 Jahre der Ausbildung so hatten und wie uns diese geprägt haben. Das Ganze sollte auch noch kreativ dargestellt werden. Ich hatte dann eines Tages eine Eingebung und machte mich sofort an die Arbeit und erstellte eine Karte vom Pia Land.



Warum gerade Pia Land? Also ich glaube, dass ich in den Jahren der Ausbildung am häufigsten gesagt habe „Das Leben ist wie eine Achterbahnfahrt, es gibt Höhen und Tiefen“ und das war die Inspiration meines Pia Erlebnislandes. Ich gestaltete eine Orientierungskarte und eine Eintrittskarte, die bekamen alle, die an dem Tag in der Prüfungskommission saßen und meine Kolleginnen, die zuhörten.



Die erste Station im Pia Land ist das Systemnetz Spiegel Kabinett. Die Idee entstand vor allem aus meiner Selbsterfahrung zu Beginn der Ausbildung, da ich mich intensiv mit den Systemen auseinandergesetzt habe, in denen ich aufgewachsen bin und heute lebe, sowie mit den Rollen und Funktionen, die ich übernommen habe – und jenen, die ich nicht länger leben muss. Wenn es diese Attraktion wirklich geben würde, dann kann man es sich wie ein Hochseilgarten vorstellen, wo es aber viele verschiedenen Wege und Verbindungen gibt, die sich treffen und überschneiden. Und immer wieder, wenn man sich entlang der Netze bewegt, tauchen plötzlich Spiegel auf, die einem zur Reflexion und Begegnung einladen. Also das ganze kann ordentlich viel Spaß machen, benötigt aber zeitgleich viel Kraft und Balance. Auf alle Fälle ist diese Attraktion im Pia Land sehr erkenntnisreich 😉


Bei der nächsten Station – der Lebens-Hochschaubahn, habe ich meine Begegnung mit meinem alten Mann festgehalten. Hier kommen wieder die Höhen und Tiefen durch die Achterbahnfahrt ins Spiel und auch die ganzen Erinnerungen, die man sein Leben lang sammelt. Für mich war das eine immense Ehre, dass ich Einblick bekommen habe in das Leben eines mir zu Beginn Fremden und ihn auf seinem letzten Weg begleiten durfte. Während der Besuche richtete sich meine ganze Aufmerksamkeit auf mein Gegenüber, sodass Stress, Aufgaben und Sorgen in den Hintergrund traten. Für diese Zeit bin ich sehr dankbar – und für die Erfahrung, wie heilsam Begegnung sein kann. Danke dir mein alter Mann!


Die vorletzte Station im Pia Land ist dann das Bedürfnis-Eis. Ziel ist es das Eis zu schmelzen, das geht nur durch das Erfüllen von wichtigen Bedürfnissen wie z.B. gesehen und geliebt. Wie bei einer Schießbude sammelt man viele verschiedene Bedürfnisse, die das Eis schmelzen. Doch Vorsicht, wenn man zu lange braucht oder nicht die richtigen Bedürfnisse sammelt, dann bildet sich das Eis wieder zurück. Also dieses Spiel braucht viel Gespür und Mut 😉


Und am Ende des Pia Lands gibt es noch eine No-Shame Kuschelwiese, wo viele schwarze Schafe und Aliens sich zusammengefunden haben, um miteinander zu kuscheln und sich gegenseitig in ihrer Authentizität und Andersartigkeit unterstützen und feiern. Also wirklich jede*r ist hier willkommen und darf so sein wie er*sie ist!


Ich hoffe die kurze Tour durch das Pia Land hat dir gefallen 😊

 

Ich wünsche dir alles Gute und bis bald!

Pia

 
 
 

Kommentare


bottom of page